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01.03.08 BILD

Das ermordete Mädchen († 18) aus Rathenow
Ulrikes Ex-Freund auf dem Weg in den Knast
Von J. BERGMANN, M. LUKASCHEWITSCH, S. SCHELLHORN und J. SCHÜTZ
Nur 35 Minuten brauchte der Potsdamer Haftrichter gestern, um Michel B. (26) den Haftbefehl wegen Mordes zu verkünden.

Einen Tag vorher war der mutmaßliche Mörder von Ulrike W. († 18) in Hennigsdorf (Oberhavel) gefasst worden – nach sechs Tagen Flucht (BILD berichtete). Er hatte sich bei einem Freund versteckt, nur 200 Meter von seinem Elternhaus entfernt. Der Kumpel meldete sich schließlich bei der Polizei.
Gestern um 11 Uhr öffnet sich vor dem Potsdamer Amtsgericht die Tür des Gefangenentransporters. In Trainingsanzug und Handschellen wird Ulrikes Ex-Freund vor den Richter gebracht. „Doch er hüllte sich in Schweigen“ , so Justizsprecher Christoph Lange (44). Um 11.35 Uhr fährt die Polizei Michel B. in die Justizvollzugsanstalt Brandenburg. U-Haft!

Noch am Donnerstag hatte Anke W. (40) erfahren, dass der mutmaßliche Täter ihrer Tochter Ulrike festgenommen wurde. „Ich kann es noch immer nicht fassen, was er getan hat“, so die weinende Mutter. Ein Seelsorger betreut sie zurzeit.

Anke W. wollte ihre tote Tochter noch ein letztes Mal sehen, sich von ihr verabschieden. Doch der Bestatter riet ihr ab. „Sie muss fürchterlich entstellt sein“, sagt die Mutter. Der Mörder hatte sie mit mehreren Messerstichen getötet, ihr die Kehle durchgeschnitten!

Bis zur Festnahme lebte Sabine B. (22) aus Rathenow in Todesangst. Auch sie war mal mit Michel B. zusammen, hatte sich von ihm getrennt, weil er gewalttätig gewesen sein soll.
Michel B. (26) bekam Haftbefehl wegen Mordes, wird von einem Polizisten abgeführt
Während Michel B. (26) auf der Flucht war, lebte seine erste Liebe Sabine B. (22) in Todesangst
In diesem Haus in Hennigsdorf (Oberhavel) versteckte sich der mutmaßliche Mörder
Berliner Kurier, 01.03.2008

Erstochene Ulrike
Ex verweigert die Aussage

Potsdam - Michel B. verweigert die Aussage. Der 26-Jährige, der vor rund einer Woche seine Ex-Freundin Ulrike W. (†18) in Rathenow erstochen haben soll, schweigt zu den Vorwürfen. Michel B. wurde am Donnerstag gefasst (KURIER berichtete). Er sitzt in U-Haft, das Amtsgericht erließ Haftbefehl wegen Mordes. Aber B. hat bisher jegliche Aussage verweigert. Allerdings: Zeugen-Aussagen sowie Ergebnisse von Durchsuchungen belasten ihn schwer
BILD 29.02.08

Sie haben ihn! Ex-Freund jetzt in U-Haft
Von J. BERGMANN, J. SCHÜTZ und M. LUKASCHEWITSCH
Er ist gefasst! Gestern Nachmittag wurde der mutmaßliche Mörder von Ulrike W. († 18) aus Rathenow festgenommen. Um 15 Uhr in einer Wohnung in Hennigsdorf (Oberhavel), er leistete keinen Widerstand.

Vor fünf Tagen hatte die Polizei das Fahndungsfoto von Ulrikes Ex-Freund Michel Baumann (26) veröffentlicht – ohne Erfolg. Die Ermittler schlossen nicht aus, dass er sich selbst getötet hat.

Gestern Mittag dann die dramatische Wende! Die Polizei bekommt den entscheidenden Tipp. Wenig später rasen mehrere Streifenwagen zu der angegebenen Adresse, stürmen die Wohnung.

Die Ermittler bringen ihn zur Polizeiwache Oranienburg. Er soll heute vernommen, dann dem Haftrichter in Potsdam vorgeführt werden. „Ein Bürger hat uns den Hinweis auf seinen Aufenthaltsort in Hennigsdorf gegeben“, so Polizeisprecher Rudi Sonntag (51) zu BILD.

Auch der beste Kumpel des mutmaßlichen Mörders hatte ihn dort vermutet. Nach Tagen des Schweigens machte Ronny K.* (27) gestern bei der Polizei eine Aussage.

Den Ermittlern sagte er: „Falls Michel noch lebt, ist er bestimmt bei Freunden in Hennigsdorf untergetaucht.“ Er selbst hatte Michel Baumann noch am Samstag gesehen.

Der Freund zu BILD: „Um 10 Uhr stand Michel bei mir vor der Tür. Er blieb den ganzen Tag, war sehr nervös, rauchte eine Zigarette nach der anderen. So habe ich ihn noch nie gesehen.“

Ulrike W. war einen Tag vorher, am Freitag um 14.28 Uhr, tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Ihr Mörder hatte mit dem Messer auf sie eingestochen, ihr auch die Kehle durchgeschnitten. Kurz vorher sah ein Nachbar ihren Ex-Freund vor dem Haus.

„Um 18 Uhr am Samstag ging er“, so Ronny K. weiter zu BILD, „über Ulrike haben wir nicht ein einziges Wort gesprochen. Danach hab ich von ihm nichts mehr gehört.“

* Name geändert
Ronny K.* (27), einer der Freunde des mutmaßlichen Mörders, sagte gestern bei der Polizei aus
28.02.2008 BILD

Mordfall Ulrike († 18) – Verdächtiger festgenommen
Der mutmaßliche Mörder der ermordeten Ulrike († 18) aus Rathenow ist gefasst!

Michel Baumann (26) ist heute Nachmittag nach einem Bürgerhinweis einer Wohnung in Henningsdorf festgenommen worden. Der Mann steht unter dringendem Tatverdacht.

Am vergangenen Freitag um 14.28 Uhr war Ulrike mit mehreren Messerstichen und durchschnittener Kehle in ihrer Wohnung in Rathenow (Havelland) gefunden worden. Ein Zeuge hatte ihren Ex-Freund Michel kurz vorher vor dem Haus gesehen.

Die Polizei fahndete seit fünf Tagen mit einem Haftbefehl des Amtsgerichts Potsdam und einem Foto nach dem Mann.

„Der Tatverdächtige wird derzeit vernommen und soll morgen einem Haftrichter vorgeführt werden“, sagt Potsdams Polizeisprecher Rudi Sonntag (51) zu BILD.
28. Februar 2008, 16:10 Uhr
http://www.welt.de/berlin/article1736171/Tatverdaechtiger_im_Mordfall_Ulrike_festgenommen.html#reqRSS

Fahndungserfolg
Tatverdächtiger im Mordfall Ulrike festgenommen
Der mutmaßliche Täter im Mordfall Ulrike W. ist gefasst. Die Polizei konnte den Ex-Freund der jungen Frau in in Henningsdorf festnehmen. Sie war vor nicht einmal einer Woche tot in ihrer Wohnung in Rathenow gefunden worden.

Im Mordfall Ulrike W. hat die Polizei den tatverdächtigen Ex-Freund in Henningsdorf (Oberhavel) festnehmen können. Nach Informationen von WELT ONLINE, war die Polizei durch einen Hinweis aus der Bevölkerung auf die Spur des 26-jährigen Michel Baumann gelangt. Bei seiner Festnahme leistete er keinen Widerstand. Vergangenen Freitag hatten Polizeibeamte in einer Wohnung in Rathenow die Leiche der 18-Jährigen gefunden. Der Einsatz sei nach einem Hinweis auf eine Auseinandersetzung in dem Mehrfamilienhaus erfolgt, hieß es. Nachbarn hatten Schreie und Rumpeln vernommen. Ein Notarzt konnte wenig später nur noch den Tod der jungen Frau feststellen. Medienberichten zufolge wurde sie mit mehreren Messerstichen umgebracht.
BILD-Zeitung 28.02.2008

Das ermordete Mädchen († 18) aus Rathenow
Ihre neue große Liebe erhebt schwere Vorwürfe in BILD
„Ulrike könnte vielleicht noch leben“
Von JÖRG BERGMANN und JAN SCHÜTZ
Seit sechs Tagen ist Michel Baumann (26) auf der Flucht. Noch immer hat die Polizei keine heiße Spur.

Hat der mutmaßliche Mörder von Ulrike W. († 18) sich selbst gerichtet?

Für die Ermittler verdichtet sich die Selbstmord-Theorie immer mehr. Sein Auto wurde nicht benutzt, er hat kein Geld vom Konto abgehoben.

„Es ist ungewöhnlich, dass wir ihn noch nicht gefunden haben. Er ist kein Profi im Abtauchen“ , so ein Justizsprecher.

Am vergangenen Freitag um 14.28 Uhr war die bildhübsche Ulrike mit mehreren Messerstichen und durchgeschnittener Kehle in ihrer Wohnung in Rathenow (Havelland) gefunden worden. Ein Zeuge hatte ihren Ex-Freund Michel kurz vorher vor dem Haus gesehen – sichtlich nervös.

Jetzt erhebt Steffen P. (21), Ulrikes neue Liebe, schwere Vorwürfe: „Der Mord hätte verhindert werden können, wenn jemand die Drohungen von ihm ernst genommen hätte.“

Am Mittwochmorgen, zwei Tage vor dem Mord, soll der Lüftungsbauer seiner Ex vor der Wohnung aufgelauert haben. Eine Freundin von Ulrike war dabei: „Er stellte sie zur Rede, wollte wissen, ob sie ihm noch eine Chance gibt. Aber sie sagte ihm, er soll sie in Ruhe lassen. Da ist er mit Pfefferspray auf sie losgegangen.“

Nach der Attacke, so Steffen P., „hat er ihr eine Drohung aufs Handy geschickt. ‚Wenn du zur Polizei gehst, nehm ich dich mit auf die große Reise‘“.

Hatte Michel Baumann da möglicherweise schon Mord und Selbstmord geplant?

Ihr neuer Freund: „Ulrike hatte Angst, dass was Schlimmes passiert.“

Angeblich soll die angehende Hotelfachfrau Michel auch nach dem Pfefferspray-Angriff angezeigt haben. Doch Polizeisprecher Rudi Sonntag (51) verneint das gegenüber BILD: „Es gab in dem Fall keine Bedrohungen, die der Polizei bekannt wurden.“
Steffen P. (21) war in Ulrike seit Januar verliebt
er erhebt   schwere Vorwürfe: „Der Mord hätte verhindert werden können, wenn jemand die Drohungen von ihm ernst genommen hätte.“

BZ-Berlin, 27.02.2008



Keine Spur vom Michel, der seine schöne Ulrike erstochen haben soll

Michel Baumann (26) unter Tatverdacht

Ulrike W. (18) war ein hübsches, lebenslustiges Mädchen. Am Freitag fand man sie tot in ihrer Wohnung
Hat Michel die schöne Ulrike auf dem Gewissen?
Rathenow Ulrike (18) lag tot in einer
Blutlache

Nicht ein ernsthafter Hinweis ging bei der Polizei ein.

Michel Baumann (26), der am Freitag seine Ex-Freundin Ulrike W. (18) in Rathenow erstochen haben soll (B.Z. berichtete), bleibt spurlos verschwunden.

Die Ermittler rätseln. Das Auto des Mannes steht in der Nähe seiner Wohnung. Er scheint es nach der Tat nicht benutzt zu haben. Denn überall, vor der Haustür und im Keller Baumanns fand die Kripo Blut des Opfers. Im Auto nicht. Dass er sich in der Nähe versteckt ist aber unwahrscheinlich.

Die Fahndung läuft weiter Hinweise: Tel: 0700 33330331

25.02.2008
http://havelstadt-brandenburg.de/New/content/view/3832/166/



Flüchtiger Tatverdächtiger auf Verdacht auf Mord mit Haftbefehl gesucht


Rathenow - Am Nachmittag des 22.02.2008 wurde die 18-jährige Ulrike W. leblos in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Rathenow aufgefunden. Durch einen Notarzt konnte nur noch der Tod der jungen Frau festgestellt werden. Im Ergebnis erster Ermittlungen am Tatort erhärtete sich der Verdacht, dass die junge Frau das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Nunmehr besteht im Ergebnis der bisherigen umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Potsdam, unterstützt durch den Schutzbereich Havelland, und der Potsdamer Staatsanwaltschaft der dringende Verdacht, dass der ehemalige Freund des Opfers, der 26-jährige Michel Baumann aus Rathenow die 18-jährige Ulrike W. getötet hat. Das Amtsgericht Potsdam hat auf Antrag der Potsdamer Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der Tatverdächtige befindet sich derzeit auf der Flucht.

Der 26-jährige Michel Baumann wird wie folgt beschrieben:

ca. 175 cm groß
schlanker Statur
dunkle kurze Haare
derzeitige Bekleidung nicht bekannt

Hinweise nehmen das Potsdamer Polizeipräsidium unter der Bürgertelefonnummer 0700 3333 0331, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
In diesem frisch sanierten Haus in der Berliner Straße lebte Ulrike.
Sie hatte die Souterrain-Wohnung erst vor zwei Wochen bezogen.
Berliner Kurier, 25.02.2008

Rathenow - Todesangst lag in ihrer Stimme. Ulrikes Schreie hallten durch das Haus. Die Nachbarn hörten die neue, junge Mieterin. Aber helfen konnten sie Ulrike W. (18) nicht. Es war hoffnungslos. Niemand konnte zu ihr, weil Ulrikes Wohnungstür verschlossen war. Der Mörder hatte sie hineingedrängt, ehe er mit dem Messer zu stach.


Am Freitag gegen 15 Uhr lauerte der Mann vor der Souterrain-Wohnung an der Berliner Straße auf Ulrike. Die angehende Hotel-Fachfrau aus Stendal (Sachsen-Anhalt) war erst vor zwei Wochen in den frisch sanierten Altbau gezogen. Womöglich hat sie ihren Killer sogar gekannt. Denn nur so ist zu erklären, warum der Mann Ulrike einfach packen konnte. Er stieß sie in die winzige Wohnung hinein. "Ich hörte plötzlich einen Mann laut brüllen", sagt eine Nachbarin. Auch Ulrikes mit Angst erfüllte Stimme schallte durchs Haus.

Keiner aber ahnte in diesem Moment, was tatsächlich in der Keller-Wohnung geschah. Im Haus glaubten alle an einen banalen Streit. Die Mitbewohner alarmierten sofort die Polizei. Aber als die gerufenen Beamten Ulrikes Wohnung betraten, kam ihre Hilfe zu spät. Ulrike war schon tot. Sie wurde mit mehreren Messerstichen umgebracht. Und der Killer hatte sich längst unbemerkt aus dem Staub gemacht.

Die Polizei ahnt allerdings, wer der Mörder der jungen Stendalerin ist. Trotzdem blieb eine Fahndung nach dem Mann, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz war, bisher ohne Erfolg.